Videoüberwachung im Tunneln

    Videoüberwachung in Tunneln

    Lösungen für Autobahn und Tunnel: Unfälle in Tunneln können verheerend sein. Daher schneiden sie im ADAC-Test schlechter ab, wenn sie nicht durchgehend videoüberwacht werden

    Auch wenn die Wahrscheinlichkeit, in einem Tunnel mit seinem Fahrzeug zu verunglücken, relativ gering ist, sind sie dennoch ein stetiges Sicherheitsrisiko, da jeder Unfall aufgrund des engen Raumes und der eingeschränkten Notwege sehr viel größere Auswirkungen hat als unter freiem Himmel. Ein Grund, warum der ADAC regelmäßig Tunneltests in ganz Europa durchführt. Denn allein in Deutschland gibt es rund 300 Tunnel mit einer Gesamtlänge von ca. 240 Kilometern. Ein wichtiges Prüfkriterium ist, ob der jeweilige Tunnel durchgehend videoüberwacht wird oder nicht. Denn nur eine lückenlose Tunnelüberwachung garantiert, dass bei einem Unfall umgehend alle nötigen Sicherheitsmaßnahmen eingeleitet werden und das Wachpersonal die richtigen, der Situation angemessenen Entscheidungen treffen kann.

    Autoscheinwerfer können sogenannte Blooming- und Smear-Effekte im Bild verursachen. Hierbei handelt es sich um helle Streifen, die von überbelichteten Bildstellen herrühren und die die Bildqualität beeinträchtigen. Bei der Kameraauswahl ist daher darauf zu achten, dass entsprechende Funktionen vorhanden sind, die diese negativen Effekte wirksam verhindern. Darüber hinaus sollte es sich bei den Kameras um Modelle mit Tag-/Nachtfunktionalität handeln, die auch bei wenig Licht verwertbare Aufnahmen liefern.

    Auch ist darauf zu achten, dass sie über Außengehäuse mit verdeckter Kabelführung verfügen, da Salz und Spritzwasser, die von den Fahrzeugen aufgewirbelt werden, die Kameramodule und Kabel angreifen könnten. Ob die Kameras, wie hier eingezeichnet, auf Schwenk-/Neigeköpfen montiert werden, sollte vor Ort entschieden werden. Ein Entscheidungskriterium ist z.B., ob die Kamera nur eine Fahrspur im Auge behalten soll oder gleich mehrere und somit eine größere Flexibilität bei der Ausrichtung benötigt wird. Im Bereich von Autobahnverzweigungen sollten generell bewegliche Kameras angebracht werden, die am besten zusätzlich mit Motorzoom-Objektiven ausgestattet sind, um auch weiter entfernte Ereignisse ohne Qualitätsverlust heranholen zu können.

    Installationshöhe

    Die Installation der Kameras muss in ca. fünf Metern Höhe erfolgen, damit auch bei einem hohen Anteil an LKWs die Übersichtlichkeit nicht leidet. Da das Hauptaugenmerk bei der Tunnelüberwachung auf der reinen Ereignisdetektion liegt, ist ein Abstand zwischen den Kameras von ungefähr 150 Metern als absolut ausreichend zu betrachten.

    Leitstelle

    Die Tunnelüberwachung muss rund um die Uhr über eine angeschlossene Leitstelle erfolgen, die im Falle eines Unfalls sofort einschreiten kann. Ob, wie hier dargestellt, direkt am Tunnel selbst oder an einem entfernten Standort, ist unerheblich. Wichtig ist, dass bei einem Unfall sofort Maßnahmen eingeleitet werden können. Auch bei der Tunnelüberwachung ist die Verwaltung der zahlreichen Videoquellen durch eine effiziente Videomanagement-Lösung unerlässlich. Daher sind eneo IP-Kameras in die entsprechenden Systemlösungen führender Anbieter eingebunden.