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    Filmstars im Wintersport

    High Speed Tracking im alpinen Dauereinsatz

    Ein Urlaubsvideo der besonderen Art ermöglichen die skiMovie-Anlagen von Skidata, skiline.cc und skiMovie: Auf mittlerweile zehn Pisten in Österreich können sich Skifahrer und Snowboarder auf Wunsch automatisch bei ihrer Abfahrt filmen lassen. Der Filmclip lässt sich anschließend natürlich downloaden oder per Link an Freunde versenden.

    Interessiert? Dann einfach ein Skigebiet mit skiMovie besuchen, für das skiMovie registrieren, Drehkreuz im Starthaus passieren und loswedeln. Bei der Abfahrt wird dann nicht nur die exakte Zeit gemessen, sondern es entsteht auch das erwähnte Video mit dem Wintersportler als Hauptdarsteller. Anschließend kann sich der Skifahrer in den persönlichen skiline.cc-Account einloggen und unter Eingabe seiner Skipassnummer alle seine skiMovies inklusive seiner Rennzeiten ansehen. Ob das Video dann zur Verbesserung des Könnens analysiert wird oder einfach nur eine schöne Erinnerung an einen gelungenen Urlaub ist, kann jeder selbst entscheiden. Profis können beim Abfahrtslauf, der häufig als Königsdisziplin im Alpinsport bezeichnet wird, Geschwindigkeiten von bis zu 150 km/h erreichen.

    So schnell werden wahrscheinlich die wenigsten Nutzer von skiMovie-Anlagen sein, dennoch sind auch hier – je nach Risikobereitschaft – Geschwindigkeiten von über 100 km/h keine Seltenheit. Eine echte Herausforderung für die eingesetzte Technik, denn wenn das Tracking zu langsam ist, fangen die eingesetzten Kameras nur noch den aufgestobenen Schnee, nicht aber mehr den Fahrer ein. Gleichzeitig muss die Technik wirksam vor Witterungseinflüssen und Minusgraden geschützt werden, um einen wartungsfreien Betrieb sicherzustellen. Denn mitten in der Wintersportsaison könnten Ausfälle hohe Folgekosten nach sich ziehen, wenn die Anlage zur Wartung vorübergehend außer Betrieb genommen werden müsste.

    Herzstück des Systems: eneo Schwenk-/Neigesysteme

    Herzstück des Systems sind die eneo Schwenk-/Neigesysteme des Typs VPT-651, die neben einem endlosen Drehbereich und verdeckter Kabelführung eine Geschwindigkeit von bis zu 100° pro Sekunde realisieren und somit das High Speed Tracking erst ermöglichen. An das Tracking wurden hohe Anforderungen gestellt: So erstreckt sich der Dynamikbereich von sehr „aggressiv“ bis ganz langsam, was einen ständigen Datenaustausch mit dem Zentralrechner über die aktuelle und die Soll-Positionierung der beiden Pan- und Tilt-Achsen erfordert. Dieser Datenaustausch wird im 25 Millisekunden Takt vorgenommen. Ein Media-Konverter übersetzt dabei die RS-485 Steuersignale des VPT-651 in IP-Signale, die unabhängig vom Videostrom der Kamera an den Zentralrechner übertragen werden, um eine möglichst hohe Leistungsfähigkeit sicherzustellen.

    Automatisches Tracking

    Das automatische Tracking wird über ein PC-basiertes Managementsystem realisiert, das eigens für die skiMovie-Anlagen entwickelt wurde. Pro skiMovie-Anlage kommen durchschnittlich ein bis zwei Systeme zum Einsatz. Franz Holzer, bei Skidata für die skiMovie-Anlagen verantwortlich, ist von dem System überzeugt: „skiMovie bringt nach einem tollen Skitag das ‚Erlebnis Skifahren‘ noch einmal in Erinnerung. skiMovie ist mehr als nur ein persönlicher Film, es ist eine komplett neue, kreative Form von Marketing: eine schöne Erinnerung für die Skifahrer, und dem Skigebiet bringt es neue Kunden und Sponsoren.“

    skiMovie-Anlagen sind nicht nur ein Gewinn für die Wintersportler. Auch für die Betreiber des Skigebiets bieten sie zahlreiche Vorteile: Die Videoclips machen das Skigebiet bekannter, denn die Clips gehen häufig via YouTube um die Welt, da die Sportler sie in diesem Videoportal einstellen. Darüber hinaus können Liftanlagen gezielter ausgelastet werden, wenn z.B. die skiMovie-Anlage an einem weniger gefragten Hang installiert wird.